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Fokus

Alfred Schuler

 

Zum Abwinken?

Mitnichten. Sich auf etwas zu fokussieren ist in der heutigen Zeit geradezu zu einer Herausforderung geworden. Die fortschreitende Digitalisierung hat enorm dazu beigetragen. Durch all diese neuen Devices abgelenkt, ist es heutzutage spielend einfach Aufmerksamkeitsdefizite zu kreieren.

 

Ablenkungsrezeptoren

Die ständigen Zerstreuungsmöglichkeiten bilden heute noch viel schneller, neue Rezeptoren in unserem neuronalen Geflecht, da wo diese Signale den ultimativen Zugang finden, um andocken können. Einmal angedockt, geht alles ganz leicht und die "Ablenkungsrezeptoren" werden laufend mit neuem Material gefüttert und dadurch werden sie stets stärker und dominieren häufig das tägliche Leben vieler.

 

Zum Informationsgewitter

Um dieser Entwicklung nachzukommen, verarbeitet unser Gehirn alle Informationen neuerdings immer häufiger zu Kurzfutter. Das Unterscheiden, was wichtig ist und was einfach nur der Unterhaltung dient, wird zunehmend schwieriger bis unmöglich. Mit der Rasanz der Informationsgeschwindigkeit, bekommen Fake News plötzlich eine ganz neue Gewichtung, da die Triage von "Spreu und Weizen" immer schwieriger wird. In diesem neuronalen Informationsgewitter selbst noch als Erschaffer seines eigenen Lebens fokussiert zu bleiben, ist eine ganz schöne Herausforderung.

 

Im Umkehrschluss ist die Gefahr grösser als auch schon, sich als konsumierender Gast im persönlichen Lebensfilm wieder zu finden. 

 

Herausforderung angenommen

Wie heisst es doch so schön: "Challenge accepted". Wenn man feststellt, dass man sich nicht einfach von der Digitalisierung vereinnahmen lassen will, ist fürs Erste schon viel erreicht!

 

Die grosse Herausforderung lauert allerdings schon hinter der nächsten Hirnwindung. Okay, was will ich? Was sind meine Ziele? Wo will ich konkret hin.

 

Vorsicht Rückfallgefahr

Allein diese ersten Fragen haben es derart in sich, dass man darob die Flinte gleich wieder ins Korn werfen möchte. Wer die Flinte aber schultert und weitermacht, wird belohnt, vielleicht nicht gleich sofort, aber nach und nach und schliesslich ... würde der Weg zum Umkehren auch mit jedem Schritt länger.

 

 

 

 

 

 

Blick nach Vorne richten

Schon die Stauffacherin hat ihrem Werner damals gesagt: "Schau vorwärts Werner und nicht hinter dich". Zumindest hat Friedrich Schiller das so aufgeschrieben. Egal ob du zu Fuss oder motorisiert unterwegs bist und ganz generell im Leben. Stets gilt: "Schau dorthin, wo du hin willst". Leuchtet ein, oder?

 

Das hat nichts mit Geringschätzung der Vergangenheit zu tun. Es ist wichtig, dass wir die  Lehren aus der Vergangenheit ziehen, um unsere Gegenwart und Zukunft besser zu gestalten.

 

Lebe dein Leben

Vieles von dem was wir heute als Informationen bekommen, hat mit uns und unserem eigenen Leben herzlich wenig zu tun. Auch wenn diese uns vom Gegenteil überzeugen möchten.

 

Manchmal haben sie schlicht nur einen Unterhaltungswert, viel häufiger aber haben die Informationen das Potential, den Menschen eine Angst, ein Vorurteil, Hass, Bedauern, Missmut, bis hin zur Depression einzureden und, weil es die Medien sind, die all diese Informationen überallhin senden, können sie diese zu einer neuen Wahrheit werden lassen, selbst wenn dem gar nicht so ist.

 

Mache einen Unterschied

Wer hinter die gewaltige Medienfabrik sieht, kann leicht erkennen, welch gewaltiges Macht-Potential diese Informations- und Unterhaltungsfabriken haben. Mit einem gelungenen Intro, epischer Musik, stimmungsvollen Bildern, Unmengen von Scheinwerfern und einer Handvoll Publikum, das begeistert klatscht, wenn die Protagonisten vor die Kameras treten. Das ist die simple Rezeptur um - oberflächlich betrachtet - Stars zu erschaffen. Schau hinter die Kulissen, und du wirst es erkennen.

 

Sei dein eigener Star

Nimm dich aus den Zuschauerrängen heraus und lasse dich blenden, lass dich von dir blenden. Schau, was du mit deinen eigenen Talenten und Mitteln bewegen kannst. Es ist ist wesentlich mehr, als mit deinen Fingern über das Touchscreen deines Devices zu scrollen um zu sehen, was andere machen. Mach selber den Unterschied, komm ins Tun, werde dein eigenes Vorbild.

 

Alfred & Astrid Schuler

 


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