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Aufgetischt

Alfred Schuler

 

Morgen zum Hl. Nikolaus ist auch gleich der 2. Advent. Offiziell ist der "Samichlaus" quasi im Lockdown, doch inoffiziell habe ich heut am Vorabend die verdächtigen Hornklänge von Knecht Ruprecht im Dorf vernommen. Also gibt es doch einen Nikolausbesuch? Gute Frage. Vielleicht auch nur bis zum Briefkasten, wo er das Chlaussäckli hineinlegt, um sich anschliessend mit seinem Schmutzli und den Engeln aus dem "Staub zu machen?" Hm, ... eigenartig sowas. Aber nicht ungewöhnlich für das Jahr 2020, im Zeichen von Corona.

 

Weitere Fragezeichen tauchen bei vielen Leuten, am Horizont des schnell näher kommenden Jahresendes, auf.

 

Fragen wie: "Was kommt an Weihnachten denn auf den Tisch?" Das was stehts aufgetischt wurde oder darf es 2020 mal was ganz anderes sein?

 

Fragen über Fragen. Ja und dann wäre noch die allenthalben in faltengelegte Stirne bei vielen Mitbürgern, die sich selbst fragen, was sie ihren Liebsten schenken sollen. Gute Frage, ja?

 

..."Start free from the scratch", sagen die Amerikaner gerne. Will heissen, du beginnst auf der grünen Wiese mit deinem Projekt, fängst mal ganz von vorne an zu denken. Lässt grundsätzlich mal alles im Bereiche des Möglichen zu, schliesst noch gar nichts aus.      

                

 

 

 

 

Warum nicht also mal im 2020 so das Eine oder Andere oder das Ganze mal verändern?

 

Vielleicht aber auch gerade wegen der Veränderungen durch das Jahr hindurch, so traditionell wie möglich feiern? Die "guten" alten Zeiten heraufbeschwören.

 

Ganz wie du magst, es sind deine Weihnachten, für jede und jeden ist etwas dabei und schliesslich weisst du ja noch nicht einmal mit wem du alles Weihnachten feiern darfst, kannst, willst. Aha, eine weitere und eine ganz neue Frage dazu? 2020 halt.

 

Am besten du nimmst eine gute Portion Gelassenheit, zwei Dosen Flexibilität, zwei drei Prisen guten Mutterwitz, eine Messerspitze Galgenhumor, schmeckst das Ganze ab mit Mitgefühl für alle, auch für dich. Lässt es noch bis zum 24. ziehen. Gut umrühren und immer wieder mal einen positiven Gedanken, liebe Worte, Komplimente und Dankbarkeit, ja gaaanz viel Dankbarkeit hinzugeben für alles, was dir Gutes widerfahren ist, und es wird dir und allen weiteren Gästen beim Essen auf einmal bewusst, was für eine Freude es ist, dieses Leben zu leben. Also freue dich, über die Geburt Christi und auch über deine eigene Geburt. Es ist ein Geschenk. Dein Geschenk.

 

Frohe Adventstage 

 

Astrid & Alfred

 

    

 


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